|
In der Maiszuchtstation Schönering wird Körner- und Silomais um FAO 200 - 350 gezüchtet,
inklusive der aufwändigen Inzuchtlinienentwicklung.
Ein Screening für Hybriden von Partnerfirmen erfolgt neben dem genannten Reifebereich auch für Hybriden über FAO 350 auf Standorten in Ost- und Südösterreich.
Hybriden werden EU-weit über Partnerfirmen in den jeweils relevanten Reifegruppen abgetestet.
Betriebsspiegel
Die Betriebsfläche des Kammerergutes umfasst 75 ha
die Böden bestehen überwiegend aus mittelschwerer, tiefgründiger Braunerde.
Eine dreischlägige Fruchtfolge mit Sojabohne, Winterweizen und Körnermais ist zur Zeit die Norm, umweltgerechte Bewirtschaftung, Begrünung von Ackerflächen, vorbeugender Gewässerschutz usw. sind ebenfalls Standard.
Seehöhe: 270 m
durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge: 820 mm
Jahresdurchschnittstemperatur: 8,8 °C
Es sind 5 Mitarbeiter vollzeitbeschäftigt, 2 Mitarbeiter teilzeitbeschäftigt und Aushilfspersonal wird zu Spitzenzeiten eingestellt.
|
Mais-Zuchtprogramm:
Im zirka 4 ha großem Zuchtgarten in Schönering bei Linz werden 70.000 - 100.000 Handbestäubungen bzw. Handkreuzungen jährlich durchgeführt.
Etwa 40 Schüler und Studenten helfen bei dieser aufwändigen und mit großer Sorgfalt durchzuführenden Tätigkeit.
Weiters werden in rund 10 Isolierparzellen im Raum Wilhering mit einer Fläche von 0,3 ha bis 1,5 ha Topcross-Kreuzungen für unsere Versuche produziert.
Im Winterhalbjahr wird das Zuchtmaterial in der südlichen Hemisphäre, südlich Santiago de Chile, im 2 – 3 ha großen Zuchtgarten weiterentwickelt und wie auch in Österreich werden auf isolierten Flächen Linien zu Versuchshybride verkreuzt.
Die Inzuchtlinienentwicklung erfolgt in Selbstungsprogrammen und mit Einsatz moderner DH-Technologie abwechselnd in Schönering und in Chile.
Selektiert werden die Ergebnisse von Testkreuzungen in mehreren Ebenen, wobei die Anzahl der Tester und die Anzahl der Versuchsparzellen Ebene für Ebene gesteigert wird.
Am Ende dieses mehrjährigen Prozesses stehen amtlich registrierte Hybride, bereit für die Vermarktung in ganz Europa.
Versuchsprogramm:
Die Sortenabtestung im Inland wird auf Basis Körnermais durchgeführt, die Gesamtanzahl der Versuchsparzellen beträgt mehr als 30.000 pro Jahr.
An den 7 Hauptversuchsstandorten in Österreich, alle Standorte in den Hauptmaisbaugebieten von Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark, werden jährlich tausende neue Kreuzungen ausgesät, beobachtet, bewertet und mit Hilfe neuer Druschtechnik mit einer leistungsfähigen onboard – Analytik geerntet.
Im Austausch mit Partnerfirmen im In- und Ausland stehen uns europaweit weitere Standorte verschiedener Reifegruppen zur Verfügung für ausgedehnte Körner- und Silomaisprüfungen.
Einen hohen Stellenwert haben auch diverse Spezialversuche, welche schwerpunktmäßig Jahr für Jahr etwas unterschiedlich sein können.
Diese Versuche vervollständigen die Informationen über die zur Vermarktung anstehenden Sorten.
Solche Versuche sind zum Beispiel Saatstärkenversuche, Beizmittel- und Herbizidverträglichkeitsversuche, Drydown-Versuche, Ethanol- und Biogasausbeuteversuche usw., wichtig sind natürlich auch Demo- und Schauversuche.
Im Rahmen des Versuchsprogramms werden zusätzlich Hybride von Partnerfirmen im eigenen Prüfnetz getestet und zur amtlichen Wertprüfung geführt.
Linienvermehrung:
Ab der Saison 2007 werden im Zentralraum und im Eferdinger Becken Inzuchtlinien für die Saatmaisproduktion vermehrt und in einer neuen Saatgutanlage für Inzuchtlinien aufbereitet, gekühlt gelagert und für die Aussaat vorbereitet.
|